Hallihallo Ihr Lieben,
wie geht´s, wie steht´s? Alles fit? Lang nicht mehr gesehen, aber trotzdem wieder erkannt :)
Ich bin momentan viel zu Hause und denke mal wieder über das eine oder andere nach.
Obwohl ich mich auch viel treiben lassen, unterwegs bin auf Festivals und auf Studiumsuche.
Jaa, ich hab mich jetzt für ein Studium entschieden und das nicht nur wegen den Semesterferien :D
Nein. Ich möchte nämlich irgendwann irgendwo hin und um das zu bekommen, was ich später möchte, brauche ich das. Tja, ich bin die erste aus meiner Familie, die nicht gleich nach der Ausbildung arbeiten geht, sondern an Ziele weiter entfernt denkt.
Das wirft einige Probleme auf, da ich quasi auf mich allein gestellt bin. Was muss für die Uni gemacht werden und was für Unterlagen brauchen die von mir? Wann geht das Semester los? Bekomme ich BaFöG? Alles Fragen, die es zu klären gilt. Ich frage mich auch langsam, wie das die Schüler frisch ausm Abi alles schaffen, da ich mit 18 für soo viele Entscheidungen noch gar nicht so richtig reif gewesen wäre. Ich meine, dass Studienfach und den Studienort, den man jetzt wählt, den behält man auch erstmal.
Was mich auf mein neuen Gedankenfloh bringt. Das Suchen und im besten Fall auch das Finden.
Jeder möchte irgendwas im Leben. Vielleicht nicht die durchgehend immer das Gleiche, aber zumindest setzt man sich Ziele. Denn Wege zu finden, ohne sich Ziele zu setzten, sorgt fürs Verlaufen und aus eigener Erfahrung weiß ich verlaufen im Wald ist nicht immer lustig.
Also denke ich jeder sollte sich überlegen, was er irgendwann erreichen möchte. Dabei ist es ganz egal, wie groß ist, was man möchte. Ob man jetzt spart auf neue Schuhe oder gerne einen Marathon laufen möchte (zugegeben für mich ein zu hoch gesetztes Ziel) oder einfach den Wunsch hat ein Land irgendwann mal kennenzulernen oder ein Instrument zu lernen. Oder wie Ted Mosby die Frau fürs Leben finden, dass kann auch ein Lebensziel sein, wie How I met your Mother zeigt. Jeder sollte sich etwas vornehmen und versuchen es jeden Tag ein Stück mehr zu schaffen.
Einfach mal den Arsch bewegen.
Diesen Spruch hab ich unter meinem Kalender kleben. Und wenn mir die Motivation fehlt und ich denke, dass schaff ich eh nicht. Schau ich darauf. Zugegeben nicht sehr poetisch, aber es hilft mir aufzustehen und mal wieder was anzupacken, wo ich glaubte, es zur Zeit nicht schaffen zu können.
Mein Berufsschullehrer gab meiner Klasse und mir am letzten Schultag die Aufgabe aufzuschreiben, wo wir sind in 5 Jahren und wo wir sind in 15 Jahren.
Zugegeben nach erstem Protest über eine Aufgabe, immerhin war es der letzte Schultag, machten wir uns ans Werk. Doch nach kurzem Grübeln, gab es schon das erstes Problem.
Keiner von uns konnte in die Zukunft schauen und sagen was in 15 Jahren sein wird.
In 15 Jahren bin ich 36 Jahre alt. Soweit konnte ich noch vorausschauen.
Aber was würde ich machen, wenn ich 36 Jahre alt bin?
Im Grunde beginnt man dann aufzuschreiben, wo man gerne in 15 Jahren wäre.
Man überlegt sich Ziele, Wünsche, Träume und klar hat man mit 15 Jahren was erreicht und ist irgendwo irgendwann ganz groß. Denn keiner träumt davon bei Aldi an der Kasse zu sitzen.
Aber ich hatte mir schon lange überlegt, was ich später mal machen möchte.
Im Gegensatz zu meinen Klassenkameraden. Sie waren ziemlich planlos. Hatten kaum einen großen Wunsch. Haus, Frau, Mann, Kinder. Glücklich sein. Schön und gut. Aber ehrlich gesagt auch etwas langweilig. Fehlt meiner Generation die nötige Fantasie um sich mal wirklich auszumalen, wo man sein könnte, wenn man mal nicht nur das Nötigste tut?
Glücklich sein, ist immer ein guter Vorsatz, aber dennoch denke ich, dass man mehr in seinem Leben erleben und haben möchte als nur durchgehend glücklich zu sein.
Also meine Aufgabe an euch: Schreibt mal auf, wo ihr sein möchtet in 5 und in 15 Jahren.
Es kann auch eine Liste werden, die man bei Gelegenheit ergänzen kann, mit Dingen, die man Machen oder Haben möchte, was man im Leben erreichen will. Ich habe auch so etwas.
Es kann interessant sein, wie man schon schnell auf kleine Dinge kommt und damit näher dran ist am Glücklich sein! :)
Eure Saphirblau
Seiten
Warum eigentlich Gedankenflöhe?
Jeder kennt das: Man sitzt im Zug alleine und hört Musik, man sitzt bei der Arbeit oder in der Schule und schaut in den Himmel aus dem Fenster, man ist mit Freunden im Auto unterwegs und zwischendurch gibt es immer wieder die Minuten der Stille und man sieht auf die Straßen, wie die Laternen an einem vorbeisausen.
In diesen Momenten und in noch ganz vielen mehr lasse ich meine Gedanken kreisen. Sie Hut, Stock und Gesangbuch schnappen und auf Wanderschaft gehen. Dabei kann der Weg ganz unterschiedlich sein. Er kann echt sein, ein realler Weg den man im Leben gegangen ist und den man das ein oder andere Mal wieder abgeht. Mal bereut man die Wahl des Weges, mal ist man froh, sich für diesen Weg entschieden zu haben. Es kann aber auch genauso gut eine Reise in eine Ferne Zukunft sein. Da wo alles gut wird. Den am Ende wird ja bekanntlich alles gut. Wünsche und Träume werden wahr, so sagt es zumindest jedes Kindermärchen.
Was aber letzendlich das beste an diesen Gedanken ist, dass sie wie ein kleiner Floh von einem Weg zum anderen hüpfen. Wahllos so scheint es manchmal sich Dinge, Ereignisse und Vergangenheit oder Zukunft rauspickt.
Wenn ich also im Zug sitze und nach draußen auf die Welt blicke und still darauf warte an meinem Ziel anzukommen, ist der kleine Floh bereits in meinem Kopf unterwegs und bewegt sich durch meine Gedankenwelt.
Mein Blog beschäftigt sich mit diesen Flöhen. Gedanken, die mir immer wieder in den Sinn kommen, die mich beschäftigen oder auch einfach mal Dinge, die gesagt werden müssten.
Dabei müsst Ihr nicht immer meiner Meinung sein, wenn Ihr versucht meinen Gedankengängen zu folgen. Bildet euch selber Gedankenflöhe zu meinen Themen, lasst meine Gedanken in eure Gedanken und diese Flöhe für euch auf Reise gehen. Denn das ist das schöne in dieser kleinen Welt in unserem Kopf, wir können machen was wir wollen.
Jetzt viel Spaß beim Lesen und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.
In diesen Momenten und in noch ganz vielen mehr lasse ich meine Gedanken kreisen. Sie Hut, Stock und Gesangbuch schnappen und auf Wanderschaft gehen. Dabei kann der Weg ganz unterschiedlich sein. Er kann echt sein, ein realler Weg den man im Leben gegangen ist und den man das ein oder andere Mal wieder abgeht. Mal bereut man die Wahl des Weges, mal ist man froh, sich für diesen Weg entschieden zu haben. Es kann aber auch genauso gut eine Reise in eine Ferne Zukunft sein. Da wo alles gut wird. Den am Ende wird ja bekanntlich alles gut. Wünsche und Träume werden wahr, so sagt es zumindest jedes Kindermärchen.
Was aber letzendlich das beste an diesen Gedanken ist, dass sie wie ein kleiner Floh von einem Weg zum anderen hüpfen. Wahllos so scheint es manchmal sich Dinge, Ereignisse und Vergangenheit oder Zukunft rauspickt.
Wenn ich also im Zug sitze und nach draußen auf die Welt blicke und still darauf warte an meinem Ziel anzukommen, ist der kleine Floh bereits in meinem Kopf unterwegs und bewegt sich durch meine Gedankenwelt.
Mein Blog beschäftigt sich mit diesen Flöhen. Gedanken, die mir immer wieder in den Sinn kommen, die mich beschäftigen oder auch einfach mal Dinge, die gesagt werden müssten.
Dabei müsst Ihr nicht immer meiner Meinung sein, wenn Ihr versucht meinen Gedankengängen zu folgen. Bildet euch selber Gedankenflöhe zu meinen Themen, lasst meine Gedanken in eure Gedanken und diese Flöhe für euch auf Reise gehen. Denn das ist das schöne in dieser kleinen Welt in unserem Kopf, wir können machen was wir wollen.
Jetzt viel Spaß beim Lesen und wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten.
Montag, 13. Juli 2015
Dienstag, 26. Mai 2015
Teil 11: Nur einen Herzschlag
Hallihallo Ihr Lieben,
da bin ich mal wieder. Frisch erholt aus meinem Lernurlaub. Jaa ich hab seit Freitag die Bestätigung, dass ich meine Ausbildung bestanden habe. :) Das Lernen, das Arbeiten und der Stress hat sich gelohnt! Und durch diesen meeegamäßigen Motivationsschub hab ich ein bisschen was für die Kurzgeschichte geschrieben.
Ich hab wieder mehr und mehr an meinen Blog gedacht und daran, dass es ja auch noch einen Geburtstag zu feiern gibt! Denn Gedankenflöhe wurde 1 Jahr alt. Jaa das erste Jahr soll angeblich das schwerste sein, dass habe auch ich bitter in Erfahrung gebracht. Aber jetzt bin ich wieder da und habe Zeit hier wieder ein bisschen Mitzumischen und ich bin nicht müde euch von neuen Dingen, meiner Zukunft, neuen Bands und neuen Ohrwürmern, neuen Konzert und nicht zu vergessen neuen Kurzgeschichten zu erzählen. Also genug Trommelwirbel finde ich... Vorhang auf für Teil 11
da bin ich mal wieder. Frisch erholt aus meinem Lernurlaub. Jaa ich hab seit Freitag die Bestätigung, dass ich meine Ausbildung bestanden habe. :) Das Lernen, das Arbeiten und der Stress hat sich gelohnt! Und durch diesen meeegamäßigen Motivationsschub hab ich ein bisschen was für die Kurzgeschichte geschrieben.
Ich hab wieder mehr und mehr an meinen Blog gedacht und daran, dass es ja auch noch einen Geburtstag zu feiern gibt! Denn Gedankenflöhe wurde 1 Jahr alt. Jaa das erste Jahr soll angeblich das schwerste sein, dass habe auch ich bitter in Erfahrung gebracht. Aber jetzt bin ich wieder da und habe Zeit hier wieder ein bisschen Mitzumischen und ich bin nicht müde euch von neuen Dingen, meiner Zukunft, neuen Bands und neuen Ohrwürmern, neuen Konzert und nicht zu vergessen neuen Kurzgeschichten zu erzählen. Also genug Trommelwirbel finde ich... Vorhang auf für Teil 11
Ich lauschte der Stille im Gang und dem Klopfen meines
Herzens.
Das letzte, was ich jetzt gebrauchen kann, ist mit einem
der beiden zusammenzustoßen. Ich hörte, wie sich Schritte näherten und deshalb
flüchtete ich in einen leeren Klassenraum. Ich wartete dort 10 Minuten und sah
vom Fenster aus, wie der Schulhof sich langsam näherte.
Ich musste in meinen Kurs und der Raum hier wird auch
bald zum Kurs.
Ich stand auf, ging raus und wollte den Klassenraum
verlassen, als ich im Flur mit Hanna zusammenstieß. Meine Tasche knallte runter
und alle meine Sachen verteilten sich auf dem Flur.
Ich seufzte und fluchte laut, sodass sich schon einige
Schüler glotzend umsahen.
„Ist doch kein Problem, wir sammeln das im nu auf.“,
sagte Hanna gut gelaunt.
Mein Instinktes Radar für Liebende sagte mir, dass ihre
gute Laune mit Steven zu tun hat.
„Ach, ich bin einfach total müde. Ich brauch dringend nen
Kaffee.“, sagte ich genervt, als ich mein Kleingeld vom Boden fischte.
Mein Portemonnaie war so dick, das es beim Fallen einfach
aufgegangen ist. Ich sag nur Karten horten, eine nervige Angewohnheit, die ich
irgendwie nicht richtig ablegen kann.
Als ich fast fertig mit einsammeln sah, hielt mir jemand
seine Hand in meinen Blickwinkel.
„Du hast da was vergessen.“, hörte ich nur Lenas gereizte
Stimme.
Scheiße! Ich
sah auf und in Ihrer Hand lag das Foto. Das Foto, was David von uns auf dem
Dach der Schule gemacht hat zum Abschluss unserer Fragerunde.
Ich schluckte und riss mich letztendlich zusammen.
„Hey, danke, das ist total nett von dir.“ Ich nahm
vorsichtig das Foto aus ihrer Hand ohne sie anzusehen.
Ich tat ahnungslos. Denn theoretisch wusste ich nichts
von ihrem Streit oder dem angeblichen Kuss.
„Gern geschehen.“, sagte sie verbissen und ging weiter.
„Was ist denn in die gefahren?“, sagte Hanna verwundert
und reichte mir mein Geschichtsbuch.
Hanna tendierte auch stark zu Kaffee, weshalb wir nun
endlich einen kurzen Stopp in der Cafeteria machten. Die Frauen der Cafeteria
hatten Gott sei Dank schon zwei Kannen fertig gekocht und als ich endlich eine
heißen Kaffee im Pappbecher in der Hand hielt, fühlte ich mich gleich ein
bisschen besser.
„Du bist so still, alles okay mit dir?“, fragte Hanna,
während sie an ihrem Kaffee nippte.
„Jap, alles gut, hab nur schlecht geschlafen, die letzten
Tage.“ Ich trank ebenfalls einen kleinen Schluck und verbrannte mir damit glatt
die Zunge.
„Naja, das war ja auch mal ne mega Party, wenn du mich
fragst. Sowas hab ich echt noch nie gesehen und du?“ Ich schüttelte den Kopf,
mein Mund stand gerade in Feuer vom Kaffee.
„Aber schon krass, so dass alles, die Spiele, das Essen,
der viele Alkohol. Ich frage mich, wie sich diese Feiern immer finanzieren.“,
überlegte ich laut.
„Steven hat mir erzählt, dass Simons Vater wohl ziemlich
viel Geld hat und er den größten Teil finanziert.“
„Ja, das hat mir David auch erzählt, aber trotzdem wirkt
es irgendwie unvorstellbar.“
„Was haben wir jetzt eigentlich?“, fragte mich Hanna und
sah auf die Uhr.
„Bio. Wir fangen an mit Evolution.“, sagte ich. Gestern
ist mir meine Tasche runtergefallen, da habe ich beim Aufheben einen kurzen
Blick in mein Biologiebuch geworfen. War gar nicht so langweilig, wie ich es
erwartet hatte. Eigentlich war es sogar ganz interessant.
„Und wo?“, Hanna schien von der Unterrichtsaussicht nicht
so begeistert zu sein, wie ich.
„Puh ich glaube Raum 106 im Wissenschaftstrakt.“
„Alles klar. Lass lieber rüber gehen, ich habe keine Lust
am Ende vorne sitzen zu müssen.“
Tja wir saßen nicht vorne. Da haben wir Glück gehabt.
Aber wir saßen auch nicht in der letzten Reihe. Wir saßen in der zweitletzten
Reihe und zwar vor na, wer weiß es? Richtig… vor David und Simon.
Die Wissenschaftstische waren zwei 2er Tische, und das
pro Seite. Ergo eine Reihe bestand aus 8 Leute, wo in der Mitte eine Lücke war.
Ich saß am Fenster, was mir gut gefiel, weil ich
beobachten konnte, wie sich der Tag langsam mit Wolken verhing und es dann begann
zu regnen.
Neben mir saß Hanna und dann Steven und sein Kumpel
Lukas.
Lukas war ziemlich erkältet, das merkte man auch jetzt
noch. Deswegen war er Samstag nicht dabei gewesen, was er nur wieder und wieder
bedauern konnte. Er war ein ziemlicher Klassenclown, er alberte während der
Pause die ganze Zeit mit Hanna und mir herum.
Das entging auch nicht David der hinter Hanna saß.
Direkt hinter mir saß Simon, welch Freude. Neben David
saßen noch Viktor und Paul.
Zwei Jungs, die zwar irgendwie immer dabei waren, aber
mir bis jetzt nie wirklich aufgefallen waren.
Womöglich weil ich erst langsam alle Namen aus meiner
neuen Klasse draufhatte.
Unsere neue Biolehrerin Frau Schulte begrüßte unseren
Kurs und erklärte die Unterschiede zwischen dem LK und unserem Grundkurs, die
Themen und welch Unterschied es zwischen P4 und P5 gab.
Ich musste das Fach als P5 wählen. Ich hatte die Wahl
zwischen Englisch, Mathe und Biologie und da war Biologie wohl das am wenigsten
schlimme Übel.
Meine Gedanken schweiften langsam ab. Ich schaute in den
Regen und versuchte mir langsam klar zu machen, wo ich jetzt stand. Ich hatte
anscheinend mich mit David geküsst und ich wurde betäubt worden und Lena hasst
mich und mein Blick schweifte zu Hanna, die ihre Hand langsam über Stevens Arm strich.
Anscheinend läuft da was mit Hanna und Steven und meine Zunge schmerzte noch
immer vom heißen Kaffee. Ich hatte mir selbst Blut abgenommen, weshalb mein Arm
ebenfalls schmerzte.
Während der letzten halben Stunde drehten sich meine
Gedanken im Kreis.
Es klingelte und ich räumte so schnell es ging meine
Sachen zusammen. Ich hatte jetzt Englisch und musste leider das Gebäude wieder
wechseln und das in 5 Minuten.
„Danny?“ Ich sah auf und mein Blick verfing sich mit
Davids.
„Hmm?“, machte ich nur und versuchte einfach so zu sein,
wie immer.
„Hast du heute Abend schon was vor?“ Ich merkte wie die
Mädels in der Reihe vor uns sich zu unserem Gespräch umdrehten.
„Ähm, du meinst außer schlafen?“, fragte ich etwas
verwirrt. Morgen war schließlich wieder Schule.
„Ja vorm Schlafen sozusagen.“
„Naja ich muss… „ ich hielt inne. „Ich hab nichts vor.“
Grinste ich und strich mir über den Nacken. Lügen war eigentlich mein Ding.
„Gut, dann bis später.“, sagte er und schwang seine
Tasche um die Schulter.
„Ähh, was?“ fragte ich noch, da war er aber schon auf dem
Weg Richtung Flur.
Ich schaute Hanna verwirrt an.
„Anscheinend hast du ein Date.“ Sie zuckte locker mit den
Schultern und grinste.
Ich sah verblüfft aus.
„Was hast du jetzt?“ fragte sie.
„Englisch“, antwortete ich entgeistert. „Ich hab kein
Date.“, widersprach ich dann.
„Cool, ich hab auch Englisch. Auf geht’s, bevor du noch
nen Schlaganfall kriegst, du bist ganz weiß.“ Sie lachte.
„Ich krieg keinen Schlaganfall und ich hab kein Date.“
Steven umarmte Hanna kurz und ging dann zu seinem
Mathekurs. Wir machten uns auf den Weg Richtung Englischkurs.
Hanna seufzte „Wie du meinst, aber was wäre denn so
schlimm, wenn es eins wäre?“
„Ich weiß nicht. Sowas ist einfach nichts für mich.“,
sagte ich verstört.
„Wie sowas? Meinst du Liebe? Jungs? In der Woche
verabredet sein?“
„Jungs?“, fragte ich etwas einfältig.
„Hey, ich urteile nicht, aber in mich brauchst du dich
nicht vergucken. Kein Interesse.“ Sie zwinkerte mir zu.
„Ich stehe nicht auf Frauen. Oh Mann. Ich bin einfach
kein Typ für Dates.“, wir drängelten uns durch die unteren Klassen. Furchtbar.
Eine Lautstärke wie auf dem Bahnhof. Normale Lautstärke müssen die wohl noch
erst lernen.
„Warum nicht? Also Probleme mit Liebe?“, sie sah sich
stirnrunzelnd um. Die Kinder ließen uns so gut wie gar nicht durch und ich
fragte mich langsam, ob wir es pünktlich schaffen würden.
„Naja, ich sag mal, die Liebe liebt mich nicht. Für mich
ist sie mehr Schmerz als Freude. Für einen Menschen Gefühle zu entwickeln,
bedeutet auch immer verwundbar für diesen zu sein.“ Ich musste an meine Mutter
denken und daran, dass ich sie noch immer vermisste und dieser dumpfe Schmerz
in meiner Brust wohl nie ganz weichen würde.
Hanna sah mich lange von der Seite an, nachdem wir an den
5. Klässlern vorbei waren.
„Ok.“, sagte sie schließlich nur. „Wenn du mal jemanden
zum reden willst, ich bin ein Mädchen und kann zuhören.“
„Ich weiß. Dafür danke ich dir auch. Aber momentan gibt
es nicht, worüber ich gerade reden will.“
Hanna nickte nur.
„Obwohl eine Sache gäbe es. Was läuft da zwischen dir und
Steven?“, fragte ich jetzt neugierig.
„Naja da läuft schon was. Man kann es nur noch nicht
wirklich definieren.“ Sie grinste breit und ich knuffte sie in die Seite.
„Das ist toll, wenn du dich freust, dann tue ich das
auch.“
Hanna hakte sich grinsend bei mir ein und wir
schlenderten Richtung Englischkurs. Es klingelte, aber trotzdem schafften wir
es noch vor dem Lehrer in den Klassenraum.
Zu Hause war ich ein unruhiges Nervenbündel. Nachdem ich
für meinen Vater, bevor er zur Nachtschicht aufbrach, Lasagne gekocht habe (komischerweise Davids Lieblingsessen)
habe ich das Geschirr abgewaschen und die Gabeln extra gründlich poliert.
Dennoch war ich aufgekratzt. Zum Aufgaben lösen für die Schule war ich viel zu
nervös und mein Zimmer hatte ich bereits in Ordnung gebracht. Ich wusste nichts
mit mir anzufangen. Ich schnappte meinen Stapel „Edgar Freecards“ und begann
damit meine Zimmertür zu bekleben. Ich liebte diese kleinen Karten, die man
kostenlos in jeder Disco, jeder Tanzschule und jedem kleinen Cafe ergattern konnte.
Die Sprüche zauberten immer ein Lächeln auf mein Gesicht und dieses routinierte
Bekleben machte mich etwas ruhiger und ich fing an mich zu fragen, warum ich so
unruhig war. Ich wusste, wenn mir David egal wäre, wäre ich mit Sicherheit
nicht so nervös. Gedanken wie diese machten mich nur noch unruhiger.
Ich seufzte.
Als ich gerade einen Streifen Tesafilm über das Messer zog,
um es abzutrennen, klingelte es.
Ich zuckte zusammen, als wäre mir nicht bewusst, dass
sich heute Besuch angekündigt hatte.
Dummerweise trennte ich durch den Schreck nicht nur
Tesafilm, sondern auch ein Stück meiner Haut mit dem Finger ab und es fing
sofort an zu bluten.
„Scheiße!“, stöhnte ich und rannte die Treppe runter
Richtung Küche, holte mir ein Geschirrtuch um es dann um meinen Finger zu
wickeln.
Es klingelte ein weiteres Mal.
„Ich komme.“, brüllte ich.
Dann lief ich zur Tür und zog sie mit der linken Hand
auf, etwas ungelenkig.
„Hey.“, David grinste über beide Ohren, als er mich sah,
um dann kurz danach die Stirn wieder kraus zu ziehen.
„Danny, was hast du gemacht?“ Er kannte mich zu lange, um
die Zeichen nicht zu erkennen.
„Ach, frag nicht. Hast du Hunger? Ich hab noch nen Rest
Lasagne da.“
„Also für deine Lasagne bin ich immer zu haben.“
Wir schlenderten Richtung Küche und ich schnappte mir erst
mal ein Pflaster aus unserem Apothekenschränkchen in der Speisekammer. Als ich
wieder in die Küche kam, hatte sich David schon einen Teller geschnappt und die
Lasagne aus dem Backofen geholt.
„Ok, bedien dich.“, sagte ich gelassen und setzte mich
ihm gegenüber.
„Sorry, Macht der Gewohnheit. Hier sieht es wieder aus
wie früher.“
„Nein schon ok, aber damit bist du zum Teil
selbstständiger als mein Vater und damit hatte ich nicht gerechnet.“ Ich
lachte.
Er begann zu Essen und ein Moment der Stille entstand,
während wir uns ansahen.
Es gab so vieles was ich ihn fragen wollte. Einen Moment
überlegte ich, ob ich es nicht einfach tun sollte, schließlich waren wir mal
die besten Freunde, aber dann wusste ich nicht, wie ich das ganze anfangen
sollte.
„Na, was grübelst du so?“, ich schaute ihn lange an. Dann
nahm ich allen Mut zusammen.
„Ich glaube mir hat jemand am Samstag etwas ins Glas
getan.“
David hörte prompt auf zu essen und schaute mich an.
„Was?“, er sprach leise, aber ich merkte an seiner
Stimme, dass das große Entsetzen nur gespielt war.
„Und ich glaube auch, dass du weißt wer es war.“, gab ich
leise hinzu und sah ihn herausfordernd an.
Ich konnte mich nicht in jemanden verlieben, der mich von
Anfang an belog. Also musste ich erst wissen, was am Samstag passiert ist, um dann
zu entscheiden, ob ich ihm vollkommen vertrauen konnte.
„Wieso glaubst du das?“, fragte David dann. Gegenfrage.
Nicht gut.
„Ich war beim Arzt, der meinte, ich habe bestimmt Drogen
im Blut gehabt, nur konnte man das leider nicht mehr nachweisen, weil es zu
lange her ist.“ Gelogen.
„Du warst beim Arzt?“, fragte er erstaunt.
„Mir ging es das ganze Wochenende schlecht. Ich dachte
schon, ich hätte mir was eingefangen.“ Gelogen.
Langsam wurde ich besser im Lügen.
Er seufzte tief.
„Jaa, jemand hat dir wohl was ins Glas getan. Das war mir
am Samstag auch sofort in den Sinn gekommen, als du am tanzen warst. Aber ich
weiß nicht, wer es war. Das schwöre ich.“
„Aber du weißt, von wem der unerwünschte Zusatzinhalt
meines Glases kam?“
„Ja.“
„Du wirst es mir aber nicht sagen?!“, sagte ich etwas
lauter.
„Ich kann nicht. Hör mal Danny, ich mag dich wirklich
sehr gerne, aber… ich kriege wirklich Ärger, wenn ich zum Maulwurf werde und
vor allem will ich dich da nicht mit reinziehen. Glaub mir einfach, dass ich
mit der Person gesprochen habe, dass derjenige so eine Scheiße nie wieder
abzieht. Keiner soll etwas in den Drink bekommen, der das nicht selber möchte.“
Ich sah an die Decke und überlegte. Er war vollkommen
ehrlich und das fand ich super. Keine Lügen.
Er nahm meine Hand in seine.
„Bitte, Danny, hass mich nicht. Ich sage dir das, damit
du dir keine Sorgen machen musst. Ich kümmere mich darum und dir passiert
nichts mehr. Du musst sogar nie wieder mit auf eine dieser Partys gehen, wenn
du nicht möchtest, aber zwing mich nicht zu sagen, wer so Assi war. Ich heiße
das überhaupt nicht gut, aber ich bin kein Verräter.“ Langsam strich er mir mit
dem Daumen über die Hand. Ich sah lange auf unsere Hände und überlegte, ob ich
ihm glauben konnte.
„Hast du schon mal…“, fragte ich vorsichtig.
„Nein! Keine Drogen… nie. Ganz ehrlich? Mir ist mein
Führerschein viel zu wichtig für so ne Scheiße.“
Ich sah weiter auf unsere Hände und nickte, dann sah ich
ihn an und in seinen Augen schimmerte ein wenig der Schmerz, dass ich ihn nicht
verzeihen würde.
„Ok. Ich glaube dir und durch unsere Freundschaft hast du
einige Bonuspunkte, die du damit ausgleichen kannst, aber tu bitte das nächste Mal
nicht so, als wäre ich eine totale Säuferin. Das ist nicht lustig und das weißt
du auch.“
Er nickte und grinste dann breit. „Heißt das du verzeihst
mir?“, sein Grinsen erreichte jetzt auch seine Augen.
Ich seufzte. „Iss deine Lasagne.“, sagte ich nur.
Er grinste immer noch, als er meine Hand frei gab und
sich den nächsten Happen Lasagne in den Mund schob.
„Was machen wir jetzt eigentlich?“, fragte David nachdem
er seine Portion verputzt hatte.
„Keine Ahnung, du kamst doch unangemeldet hier rein
geschneit.“
„Naja unangemeldet, ich hatte dich heute vorgewarnt.“ Er
zwinkerte.
„Wann bist du eigentlich son Casanova geworden, hmm?“ Er
hörte auf zu Grinsen und ich begann zu lachen.
„Los komm, ich mach ein bisschen Musik an und wir hauen
uns aufs Sofa. Vielleicht fällt uns dann mehr ein.“, grinste ich.
In meinem Zimmer schaltete ich dann meine Stereoanlage
ein und ließ den USB-Stick mit meiner Lieblingsmusik abspielen. Die Bands waren
keine, die oft im Radio kamen.
Ich fletzte mich aufs Sofa, während David durch mein
Zimmer schritt und sich meine Postkarten und Fotos ansah. Er blieb an einem
Foto von mir und meiner Mum hängen, da waren wir auf einem Open Air Konzert und
wir beide sind am Lachen und die Sonne strahlt im Hintergrund. Es war ein
perfekter Moment. Damals glaubte ich noch, dass alles wieder gut wird und sie
ihre Therapie gemeistert hat.
„Mein Dad hat das Bild gemacht.“, sagte ich nur und
grinste. Es war ein echt schöner Tag gewesen.
Auf einem anderen sieht man Fiona, Yvonne und mich auf
einer Party. Es war in den Sommerferien letztes Jahr. Ich war für eine Woche
hier gewesen, um Fiona mal wieder zu sehen und etwas Spaß zu haben. Zu dem
Zeitpunkt war ich bereits 7 Monate mit meiner Mutter in der Entzugsklinik und
die Therapeuten sagten mir in der Woche davor, dass meine Mutter auf dem guten
Weg der Besserung wäre.
„Ich dachte du besitzt keine hohen Schuhe? Wo war das?“
„Haha. Das waren nicht meine Schuhe, sondern Fionas, ich
war eine Woche hier letztes Jahr und hab sie besucht. Das war im Filmriss.“, sagte ich lässig.
„Du warst hier? Eine ganze Woche?“, David drehte sich zu
mir um.
„Naja, ja ich hab eine Auszeit genommen von der Klinik,
den Leuten. Meiner Mum schien es besser zu gehen… und“
„Warum hast du mich nicht besucht? Oder dich bei mir
gemeldet?“, er kam in großen Schritten zu mir und setzte sich neben mich.
„Ich wollte es zuerst machen. Aber ich hatte dann Angst.
Keine Ahnung. Ich dachte einfach…“
„Ich hätte dich gerne gesehen. Was ist mit uns passiert?
Wir waren doch mal beste Freunde? Du hast mit mir Rülps- Wettbewerbe gemacht."
„Ey, alter, dass du da immer noch drauf rumreitest.“ Ich
lachte, dann wurde ich wieder ernst.
„Ich denke das Leben ist uns passiert. Das kommt vor.“,
ich lächelte matt.
„Das Leben ist doch scheiße.“ Er griff nach meiner
Haarsträhne und wickelte sie um seinen Finger.
„Ohne dich, wäre ich jetzt nie so selbstbewusst, wie ich
jetzt bin. Ich wäre wohl kein Casanova.“ Er grinste und betrachtete seinen
Finger mit meiner Haarsträhne um seinen Finger.
„Du bist kein Casanova. Du benimmst dich nur manchmal so.“
„Ach nein?“
Ich schüttelte den Kopf und grinste.
„Du hast mir gefehlt. Deine sarkastischen Sprüche, deine
ehrliche Art, deine superschönen blauen Augen…“ Ich boxte ihn.
„Schleimer.“ David boxte mich sanft in die Seite und nahm
mich dann in den Arm und legte sein Kinn auf meinen Kopf. Erst drückten wir uns
wie früher als Kinder. Wie man seinen Papa drückt oder eben seinen besten
Freund.
Dann aber hielt er mich irgendwann nur noch sachte im Arm
und ich traute mich nicht mich aus der Umarmung zu befreien, weil es sich
einfach schön anfühlte. Warm und geborgen.
Unsere Wangen berührten sich. Seine Atmung traf meinen
Hals. Es gab keine Stelle an meinem Körper, die nicht mit Gänsehaut überzogen
war.
Langsam strich seine Wange meine entlang, fuhr über
meinen Wangenknochen, der ihn zu meinem Mund leiten würde. Mein Herz schlug
schnell, viel zu schnell. Leicht öffnete ich die Lippen und schloss die Augen.
David neigte den Kopf, strich über meinen Mundwinkel. Meine Atmung wurde
zittrig. Und dann spürte ich seine Lippen, die ganz behutsam meine berührten.
Sonntag, 29. März 2015
Einfacher davon zu laufen
Hallihallo Ihr Lieben,
ich weiß, das hier ist längst überfällig. Ihr ward euch vermutlich nicht sicher, ob ich mal wieder auf der Bildfläche erscheine oder ob mein Blog einer von anderen 10.000 im Internet sein wird, der einfach stillgelegt wird. Tja, ich kann euch sagen, ich war mir da selbst nicht so sicher.
Nicht das ich keine Lust mehr habe, zu schreiben und mir weitere Gedanken über Dinge zu machen, aber es fehlt manchmal einfach die Zeit und auch die Lust aktiv an diesem Blog zu arbeiten.
Man hat viel zu tun. Ich habe Ende April meine Abschlussprüfung und bin viel am lernen.
Nebenbei schreibe ich Bewerbungen, da ich mich dafür entschieden habe, einen neuen Weg zu gehen.
Da kommt es manchmal zu kurz, mal wieder ein paar Zeilen hier rein zu schreiben.
Tja dann vergisst man das eine Woche, dann zwei und plötzlich sind es 3 Monate.
Irgendwie fängt man langsam an, das Problem, was vor einem liegt zu ignorieren.
Und du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Ich bin leider ein Typ, der vor Problemen manchmal davonläuft. Ich bin da gewiss nicht stolz drauf, aber es gehört nunmal zu meinem Charakter und so muss ich lernen damit umzugehen.
Jeder kennt so eine Situation bestimmt.
Einfach mal den Arsch hochkriegen. Anfangen anzufangen.
Hört sich leicht an, ist es aber manchmal gar nicht.
Ich weiß der Anfang anzufangen ist hart, denn manchmal kommt man nicht an Start.
Mein Problem ist nicht nur, dass ich keine Zeit habe, sondern auch zum Teil Geschichten zu beenden.
Ich weiß genau, wie meine Geschichte enden soll. Das ist fest auf meiner Festplatte eingespeichert, aber das dazwischen... manchmal nehmen Geschichten selbstständig eigene Abzweigungen, was einem dann in nachhinein auch nicht mehr ändern kann, weil ich es ja auch hier immer zeitnah veröffentlichen will. Also sitz ich da und ignoriere mein Problem.
Weil das einfacher ist. Es ist einfacher davon zu laufen. Gras drüber wachsen zu lassen und nicht mehr darüber nachzudenken.
Das Problem mit Problemen ist nur: Sie holen einen irgendwann wieder ein.
Nicht unbedingt morgen oder in einem Jahr. Vielleicht bereut man sie erst im späten Alter. Aber irgendwann wird man sie bereuen.
Also hab ich mich jetzt gegen das bereuen entschieden und einfach mal mit euch darüber zu reden.
Denn ich denke, ihr kennt das und versteht das.
Man muss lernen die Herausforderungen, die man sich selbst oder das Leben einem stellt, anzunehmen und versuchen sie zu bewältigen.
Also liebe Leute, kümmert euch um eure Vorsätze für 2015 oder für das was ihr in eurem Leben gerne machen oder haben wollt. Denn es wird niemand anderes für euch tun und dann werdet ihr nie das bekommen, was ihr wollt und das wäre doch schade, oder?
Eure Saphirblau
ich weiß, das hier ist längst überfällig. Ihr ward euch vermutlich nicht sicher, ob ich mal wieder auf der Bildfläche erscheine oder ob mein Blog einer von anderen 10.000 im Internet sein wird, der einfach stillgelegt wird. Tja, ich kann euch sagen, ich war mir da selbst nicht so sicher.
Nicht das ich keine Lust mehr habe, zu schreiben und mir weitere Gedanken über Dinge zu machen, aber es fehlt manchmal einfach die Zeit und auch die Lust aktiv an diesem Blog zu arbeiten.
Man hat viel zu tun. Ich habe Ende April meine Abschlussprüfung und bin viel am lernen.
Nebenbei schreibe ich Bewerbungen, da ich mich dafür entschieden habe, einen neuen Weg zu gehen.
Da kommt es manchmal zu kurz, mal wieder ein paar Zeilen hier rein zu schreiben.
Tja dann vergisst man das eine Woche, dann zwei und plötzlich sind es 3 Monate.
Irgendwie fängt man langsam an, das Problem, was vor einem liegt zu ignorieren.
Und du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas und Ende Dezember stellst du fest, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Ich bin leider ein Typ, der vor Problemen manchmal davonläuft. Ich bin da gewiss nicht stolz drauf, aber es gehört nunmal zu meinem Charakter und so muss ich lernen damit umzugehen.
Jeder kennt so eine Situation bestimmt.
Einfach mal den Arsch hochkriegen. Anfangen anzufangen.
Hört sich leicht an, ist es aber manchmal gar nicht.
Ich weiß der Anfang anzufangen ist hart, denn manchmal kommt man nicht an Start.
Mein Problem ist nicht nur, dass ich keine Zeit habe, sondern auch zum Teil Geschichten zu beenden.
Ich weiß genau, wie meine Geschichte enden soll. Das ist fest auf meiner Festplatte eingespeichert, aber das dazwischen... manchmal nehmen Geschichten selbstständig eigene Abzweigungen, was einem dann in nachhinein auch nicht mehr ändern kann, weil ich es ja auch hier immer zeitnah veröffentlichen will. Also sitz ich da und ignoriere mein Problem.
Weil das einfacher ist. Es ist einfacher davon zu laufen. Gras drüber wachsen zu lassen und nicht mehr darüber nachzudenken.
Das Problem mit Problemen ist nur: Sie holen einen irgendwann wieder ein.
Nicht unbedingt morgen oder in einem Jahr. Vielleicht bereut man sie erst im späten Alter. Aber irgendwann wird man sie bereuen.
Also hab ich mich jetzt gegen das bereuen entschieden und einfach mal mit euch darüber zu reden.
Denn ich denke, ihr kennt das und versteht das.
Man muss lernen die Herausforderungen, die man sich selbst oder das Leben einem stellt, anzunehmen und versuchen sie zu bewältigen.
Also liebe Leute, kümmert euch um eure Vorsätze für 2015 oder für das was ihr in eurem Leben gerne machen oder haben wollt. Denn es wird niemand anderes für euch tun und dann werdet ihr nie das bekommen, was ihr wollt und das wäre doch schade, oder?
Eure Saphirblau
Freitag, 26. Dezember 2014
Verspätete Weihnachtspost
Hallihallo Ihr Lieben,
ich wünsche euch allen nachträglich schonmal ein fröhliche Weihnachten und falls ich es wieder vergesse: ein frohes neues Jahr 2015.
Und da es schon lange in meinem Freundeskreis Tradition ist sich lustige Videos von Elf yourself und andere lustige Kurzfilmchen zu schicken, möchte ich euch das lustigste von diesem Jahr nicht vorenthalten.
Es geht um einen kleinen Tannenbaum... der Rest spricht für sich selbst :D
ich wünsche euch allen nachträglich schonmal ein fröhliche Weihnachten und falls ich es wieder vergesse: ein frohes neues Jahr 2015.
Und da es schon lange in meinem Freundeskreis Tradition ist sich lustige Videos von Elf yourself und andere lustige Kurzfilmchen zu schicken, möchte ich euch das lustigste von diesem Jahr nicht vorenthalten.
Es geht um einen kleinen Tannenbaum... der Rest spricht für sich selbst :D
Gemein oder? Ich musste erstmal 2 Minuten beherzt lachen, weil dieser kleine Tannenbaum es echt faustdick hinter den Ohren hat. So viel zum Thema: Beurteile das Buch nicht nach seinem Äußeren.
Ich fands einfach lustig und ich denke jeder kennt solche Menschen, die einfach nur hinterf***ig sind. Jeden um den Finger wickeln, aber alles nur für sich selbst tun.
Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!
So aber es ist, viel mehr war, ja Weihnachten, das heißt genießt die Zeit mit euren Liebsten und ich hoffe das schenken hat euch mehr Spaß gemacht, als das beschenkt werden.
Ich liebe es, wenn man genau das gefunden hat, worüber derjenige sich freut und es dann aufmacht.
Das Strahlen in den Augen das leichte Lächeln, um die Mundwinkel...
Ist immer viel schöner als ein neues Armband oder eine Wii (Meine Geschenke dieses Jahr :P)
Naja falls ich wieder vergesse euch weiter zu berichten:
Frohes neues jahr 2015 schon einmal von mir!
Eure Saphirblau
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Teil 10: Auf anderen Wegen
Hallihallo Ihr Lieben,
ohne großer Worte, denn ich will ins Bett :D
Ein neuer Teil meiner Kurzgeschichte. Viel Spaß beim Lesen.
Genießt den dritten Advent, Kekse, Glühwein und Schmalzkuchen ;)
Eure Saphirblau
Der Gedanke ließ mich beim Anziehen und Haare föhnen
nicht ganz los. Aber ich versuchte, es erst mal aus meinen Gedanken zu
verscheuchen. Ich wollte David gerne fragen, kannte mich aber gut genug um zu
wissen, dass ich vor ihm letztendlich den Mut verlieren würde.
Ich brauchte einen Plan.
Ich schloss die Tür auf und hörte beim Rausgehen David
mit seiner Mutter lachen. Ich lächelte, ging in den Flur und lehnte mich an den
Türrahmen zur Küche. Ich musste mir das Lachen verkneifen. Anne, Davids Mutter
hatte wohl den Kochlöffel in den Topf mit der Soße fallen lassen, wodurch ein
paar Spritzer von der Soße in ihrem und Davids Gesicht gelandet waren. Aber das
schien sie beide nicht zu stören, denn sie lachten sich bloß schlapp. Ich
rührte mich nicht und betrachtete nur, wie die beiden miteinander lachten. Doch
irgendwann entdeckte mich Davids Mutter.
„Danny! Wie schön dich endlich mal wieder zu sehen.
Entschuldige das Chaos hier.“ Sie wischte sich Tränen aus den Augenwinkeln und
kam auf mich zu, um mich kurz in den Arm zu nehmen.
„Kein Problem, Frau Bergmann. Ich bin ja schließlich
irgendwie mit dem Chaos groß geworden.“
Ich grinste und betrachtete ihr bekleckertes Gesicht. Sie
sah hübsch aus. Sie hatte lange blonde Haare, die zu einem Pferdeschwanz
geflochten waren. Dunkelgrüne Augen und kleine Fältchen, um die Mundwinkel. Sie
sah so fröhlich aus, wenn ich an damals denke, im Gegensatz zu der Zeit, in der
sie noch mit Herrn Bergmann zusammen war, ist sie lockerer und entspannter
geworden und das machte mich glücklich.
„Ach, was soll diese Förmlichkeit, nenn mich Anne“,
grinste sie.
„Ok, Anne.“, ich grinste ebenfalls.
„So jetzt machen wir mal diese Sauerei weg.“, sie ging
zur Spüle und organisierte einen Lappen.
David kam rüber und piekte mich in die Seite. Ich schaute
ihn fragend an.
„Alles okay?“, fragte er.
„Ja klar, was soll sein.“ Ich lächelte ihn an und wischte
mit dem Finger etwas Soße auf.
„Du siehst ja lecker aus.“, ich lachte und leckte die
Soße vom Finger.
„Ach, du aber auch. Heißes Shirt.“ Ich wurde knallrot und
streckte ihm instinktiv die Zunge raus. Ich trug ja schließlich SEIN Madsen-
Shirt.
Er bekam so ein verschmitztes Lächeln und hatte dabei so
einen intensiven Blick. Ich wich seinem Blick aus. Und zwang meine Gedanken auf
Lena zu lenken, seine Freundin.
„Ok, brauchst du noch Hilfe, Anne?“, ich drehte mich zu
ihr.
„Nein, soweit ist alles fertig, ihr könnt euch gern schon
setzen.“
Das taten wir dann auch. Es gab Rinderrouladen mit
Kartoffeln und es war unglaublich köstlich. Ich hatte ganz vergessen, wie toll
Anne kochen konnte. Herr Bergmann hatte damals darauf bestanden, dass sie ein
Kochkurs besuchte, damit sie ihn nicht vor Freunden und Arbeitskollegen nicht blamieren
konnte. Tja, der Typ war halt ein unverbesserlicher Idiot.
Wir redeten die ganze Zeit beim Essen. Ein Tatbestand,
den es damals, wenn ich mal beim Essen dabei seien durfte, auch selten gab. Es
war richtig schön. Ich mochte Anne immer noch gerne. Sie war jetzt richtig
entspannt seit der Scheidung.
„Danny?“, Anne holte mich aus meinen Gedanken. „Das mit
deiner Mutter tut mir übrigens sehr leid.“ Ich nickte bloß. Ich konnte nichts
sagen.
„Hat die Polizei eigentlich rausgefunden, wohin sie
untergetaucht ist?“, fragte sie freundlich.
„Nein, sie gilt offiziell als vermisst. Ich denke auch
nicht das sie wieder kommt.“
Jetzt war Anne, diejenige die nur nickte und jetzt war
ich aber auch neugierig und mutig genug.
„Seit wann sind sie eigentlich von Herrn Bergmann
getrennt?“
Sie lächelte. „Seit dem 1. Mai 2010. Nächstes Jahr
schmeiße ich ne Party, du bist sehr gerne eingeladen, meine Liebe.“ Sie lachte.
Ich grinste. „Ok, abgemacht.“
„Weißt du, der Kerl war ein reiner Kontrollfreak. Schon
immer. Das werdet ihr Kinder ja auch mitbekommen haben. Wenn man etwas falsch
gemacht hat, hat er richtig cholerische Anfälle bekommen. Er hat mich nie
geschlagen, das muss ich ihm zu Gute halten, aber als er mich einmal gegen die
Tür geschubst hatte, weil ich Rotwein auf dem Teppich verschüttet hatte und mit
ansehen musste wie David ihn eine reinhaut, war für mich der Augenblick da, wo
mir klar wurde, dass ich einen Schlussstrich ziehen musste. Und wie du siehst,
4 Jahre später, geht es mir super.
Hab ihn vor die Tür gesetzt, mir einen neuen Job gesucht,
mich finanziell etwas eingeschränkt und mir ging es nie besser.“ Ich lächelte.
„Sehr gut.“ Ich klatschte Beifall. Sie hatte
unglaubliches Selbstbewusstsein bekommen.
„Ja und jetzt hol ich den Nachtisch, obwohl ihr beide ja
schon süß genug seid.“
Wir grölten und verneinten das vehement, aber Anne lachte
nur und ging in Richtung Speisekammer.
Ich schaute ihr hinterher. „Ich finde es toll wie
glücklich sie ist. Das ist einfach toll.“
„Ich glaub, sie mag dich.“ Ich schaute ihn an und da war
kein Sarkasmus in seinem Gesicht.
„Naja, wie kann man mich auch nicht mögen, ich zieh mich
nicht gerade nuttig an und ich bin langweilig. Also der absolute
Elternliebling.“ Ich lachte, sah ihn dabei aber nicht an.
„Du bist nicht langweilig.“ Er nahm meine Hand zwischen
seine. Mein Atem ging schneller und ich schaute ihn an. Dann zog ich die Hand
weg.
„Okay, Casanova, ich glaub Lena wäre von so einer
Situation nicht begeistert.“ Ich zwinkerte ihm zu, um meine Aussage etwas
aufzuhellen, aber dennoch stöhnte er, zog seine Hand aber ebenfalls weg.
„Hör zu, Danny, das mit Lena…“
„Soo ihr Lieben, da bin ich wieder.“, trällerte Anne
fröhlich dazwischen. David verstummte. Und ich wischte alle Gedanken weg. Das
Hirngespenst aus meiner morgendlichen Dusche ging mir nicht ganz aus dem Kopf,
ich musste erst meinen Plan entwickeln, bevor ich David gegenüber irgendwelche
Gefühle zeige.
„Vanilleeis mit Schokosoße. Danny möchtest du auch
Sahne?“ ich atmete aus.
„Ja, ein bisschen.“, sagte ich dann zu Anne gewandt.
„Ähm Leute, ich setz aus, ich geh schnell duschen, damit
ich Danny gleich nach Hause fahren kann, bevor ihr Vater noch unruhig wird.“ Er
zwinkerte mir zu.
„Oookay, du hast Glück, dass ich ne coole Mum bin, sonst
würde ich jetzt fragen, ob du Danny hierher entführt hast.“, fragte Anne ihren
Sohn misstrauisch.
„Jaap, aber du bist ja ne coole Mum.“ Er stand auf, gab
ihr nen Kuss und ging zurück in sein Zimmer.
Anne schüttelte den Kopf und stellte mich und sich eine
Schüssel Eis auf den Tisch.
„Soo ein schlimmer Jung.“ Sie lachte leise und es war
irgendwie ansteckend.
Dann schob ich mir einen Löffel Eis in den Mund, es
schmeckte köstlich. Eine Woche hier wohnen und David müsste mich zur Schule
rollen.
„Du weißt, dass David dich ziemlich gern hat? Ach,
eigentlich hat er dich immer gern gehabt.“
„Ja, ich mag ihn auch. Er ist der beste beste Freund, den
man haben kann.“ Ich lächelte.
„Nein, das meinte ich nicht. Er ist glaube ein klein
bisschen verknallt in dich.“
Anne erinnert mich ein bisschen an die Mum aus dem Film Einfach zu haben.
„Nee, das glaub ich nicht. Er ist so gut wie vergeben,
aber Psst das haben sie nicht von mir.“, flüsterte ich ihr zu. Wenn sie so
direkt zu mir war, konnte ich das auch sein. Schließlich habe ich schon als
Teenager mich immer gut mit ihr verstanden gehabt. Ich schob mir einen weiteren
Löffel Eis in den Mund. Hmm, das war echt köstlich.
„Ach, meinst du die Lena? Gott, bewahre, das er wirklich
was Ernstes mit ihr anfängt.“
Ich verschluckte mich an meinem Löffel und hustete erst
einmal. Gott, das mit dem Essen und trinken musste ich mal besser üben. Anne
lachte etwas, nachdem ich wieder Luft bekam.
„Was? Woher..“
Anne winkte ab. „Die hat er mir doch schon vorgestellt,
die war schon ein paarmal hier. Hat nur ein paar Worte mit mir gewechselt und
sind dann in sein Zimmer zum DVDs schauen gegangen.“ Das Wort DVD belegte sie
mit Gänsefüßchen und ich wusste sofort was sie meinte.
„Okay, wenn das so ist. Warum glauben sie dann, er hätte
Interesse an mir?“
„Ich bin seine Mutter, sowas merke ich einfach.“ Sie
lächelte.
Manchmal vergaß ich, dass Anne eine Mutter war. So locker
und entspannt, war sie damals auch schon gewesen, in den Tagen, wo Davids Vater
auf Geschäftsreise war.
Manchmal vergaß ich, dass sie erst 36 Jahre alt war und dass
sie für eine Mutter von einem erwachsenen Jungen, noch sehr jung war.
„Warum mögen Sie Lena nicht?“, fragte ich ablenkend.
„Ach, sie ist ein sehr hübsches, höfliches und freundliches
Mädchen, aber sie passt nicht zu David. Ich wurde einfach nicht richtig warm
mit ihr und ich hatte das Gefühl, Lena ist nur eine Art Trostpreis. Das David
nicht so richtig verliebt in sie ist, aber was soll ich als Mutter sagen, er
ist ein Kerl und sie hat bestimmt ihre Vorzüge.“ Dabei grinste Anne frech. Aha
von ihr hatte David das freche Grinsen.
Ich zuckte nur die Schulter. Ich mochte nicht groß
darüber nachdenken. Mein Leben war zurzeit voll mit genug Fragen und Müll. Wir
löffelten ein paar Minuten leise unser Eis bis die Schüsseln leer waren.
„Und was ist mit dir?“, ich schob die Schüssel zur Seite.
„Was soll mit mir sein?“, fragte ich, obwohl ich genau
wusste, was sie wollte. Ich wollte nur Zeit schinden.
„Naja, magst du David auch? Also mehr als nur
Freundschaft.“
„Das ist kompliziert.“, antwortete ich bloß.
„Ist es das nicht immer? Aber aus kompliziert, kann auch
schön werden.“
Ich stöhnte leise. „Vielleicht.“
„Bist du fertig?“, David kam in die Küche und rubbelte
mit einem Handtuch sich die Haare trocken.
„Jap bin ich.“ Ich stand auf und Anne ebenfalls um mich
nochmal kurz zu drücken.
„Danke für das super leckere Essen und das ich hier
übernachten durfte.“
„Kein Problem, du bist hier immer willkommen, meine
Liebe.“ Ich lächelte.
Am Montag auf dem Weg zur Schule hatte ich immer noch
keinen Plan.
Ich steig aus meinem Opel Corsa und machte mich auf den Weg
zur Aula. Ich war viel zu früh dran, aber ich konnte nicht gut schlafen und
wenn ich eher da bin, konnte David mir auch keine komischen Fragen stellen.
Gestern im Auto hatte er mich gefragt, ob ich Freitag mit
ihm ins Kino gehen würde, als Freunde. Ich sagte zu, ich wollte auch nicht unlocker sein. Vielleicht stellte ich
mich auch an.
Ich war schließlich eine Frau. Wir interpretieren in
alles und jeden immer viel zu viel rein und vielleicht war das jetzt auch der
Fall. Doch nach dem Gespräch war ich gänzlich verwirrt.
Ein Teil von mir freute sich auch darauf meinen besten
Freund wieder zu bekommen. Ein Teil von mir hatte die Witze und die
Unterhaltungen mit ihm vermisst.
Ach zum Teufel. Ich sperrte meine Hormone wieder in Ihren
Käfig und dachte weiter nach.
Gestern Abend hatte ich mir mit einer Spritze aus unserem
Medizinschrank Blut abgenommen. Das war gar nicht so einfach. Ich habe zwar
meinen Cousin schon ein paar Mal dabei beobachtet, wie er sich Insulin spritzen
musste, aber da musste was rein in den Körper, ich wollte was raus haben.
Mit einem Gürtel hatte ich mir den Arm abgeklemmt und
dann nach gefüllten Stunden eine Ader gefunden. Jeder Junkie hätte mich
ausgelacht und jede Krankenschwester hätte mich geohrfeigt.
Das gehörte auch definitiv zu den Top Ten, der dümmsten
Aktionen meines Lebens.
Aber ich wollte gerne einen Beweis haben. Mein Körper
würde nach und nach alles Mögliche abbauen und deshalb brauchte ich einen
Beweis. Ich hatte die kleine Spritze mit meinem Blut in meinem Nachtschrank verstaut
und überlegte fieberhaft, wie ich einen Arzt erklären sollte, dass er es auf
Drogen prüfen sollte. Nein, ich musste aufhören Sherlock Holmes zu spielen.
Das würde niemals gut gehen. Das war mir auch schon
gestern Abend bewusst, aber ich wollte nicht untätig rumsitzen und was anderes
viel mir nicht ein. Als ich an der Cafeteria vorbeikam, setzte ich mich auf
eins der Sofas in einer der Sitzecken. Puuuh. Ich brauchte dringend einen
Kaffee.
Aber die Cafeteria hatte gerade erst die Rollladen
hochgemacht, das dauert wohl noch.
Meinem Vater hatte ich gesagt, dass ich noch für einen
Test lernen müsste. Er schaute zwar stirnrunzelnd, dachte sich wohl, aber dass
ich im Abschlussjahr wohl mal Gas geben wollte.
Also seufzte ich und holte meine Mathe Notizen raus. Am
Wochenende hatte ich keine große Lust gehabt, die Aufgaben die wir zu Hause
machen sollten nachzurechnen, also tat ich es jetzt. Das war auch eine gute
Ablenkung von meinen irren Gedanken, die sich immerzu im Kreis drehten…
Als ich gerade an der letzten Aufgabe knobelte, hörte ich
Stimmen im Flur. Doch ich ignorierte sie gleich wieder. Immerhin waren wir hier
in einer Schule. Ich kratzte mich am Kopf und versuchte mich wieder auf die
Aufgabe zu konzentrieren. Doch es ging nicht, ein Teil von mir wollte zuhören.
„Hör mir doch zu!“, das war David gewesen.
Was macht er jetzt schon hier? Bin ich nirgend mehr
sicher.
Scheiße, mein Ding ist weglaufen und selbst darin bin ich
irgendwie schlecht.
Ich seufzte und schob Block und Buch in meine Tasche
zurück und versuchte noch 2 Minuten die Augen zu zumachen.
„Versteh doch, dass das alles irgendwie verändert hat.“ Wieder
David.
Er stritt anscheinend mit jemandem.
„Ich muss hier gar nichts verstehen, sondern du musst
verstehen, dass du einen Fehler machst!“ Lena.
Ich stöhnte. Ich wollte das alles gar nicht hören. Ich
wollte nicht hier sein, sondern in meinem Bett, wo ich eigentlich hingehörte.
Das war die Strafe für frühes Aufstehen.
Ich stand auf. Hier zu sitzen und zuzuhören, machte mich
innerlich unruhig am besten ich geh zum Kaffeeautomaten auf der anderen Seite
der Schule.
Der Kaffee war zwar nicht lecker, aber immerhin gab es da
jetzt schon welchen.
Als ich aus der Cafeteria um die Ecke bog hielt ich inne
und ging wieder um die Ecke zurück.
Natürlich! Natürlich standen sie vor dem Toiletten genau
auf dem Flur, sodass ich dran vorbei musste, wenn ich zum Nebengebäude zurück
wollte.
Scheiße, wann bin ich in diese komische Dreiecksbeziehung
geraten?
„Lena, es tut mir leid. Aber ich will ehrlich zu dir
sein, nur deswegen sag ich dir das. Nicht um dir weh zu tun. Das habe ich nie
gewollt. Aber ich kann es nicht ändern.“
„Lügner! Natürlich hättest du es ändern können! Warum
hast du sie geküsst?“
Mein Magen zog sich krampfhaft zusammen. Doch ich hörte
weiter zu.
„Das war nicht geplant. Es tut mir auch leid. Aber es ist
nun mal passiert, deswegen wollte ich es dir gleich sagen. Ich will kein
Scheißkerl sein.“
„Zu spät.“, Lena schniefte. Ich schluckte.
„Lena, bitte, ich sag ja nicht, dass ich mich gleich
trennen möchte, aber ich brauch eine Pause, um erst mal alles zu verarbeiten.
Sie war halt plötzlich da und jetzt muss ich damit klarkommen.“
„Das sind doch alles Ausreden. Weißt du was, du kriegst
deine Pause, dann wirst du erkennen, was du an mir hast, denn wir sind ein
gutes Team und ich glaube an uns. Egal was du bei diesem lächerlichen Kuss mit
Daniela empfunden haben solltest, das war eine Fata Morgana und das wirst du
bald erkennen und dann David, dann wirst du noch wünschen, du hättest mich
nicht aufgegeben. Denn lange werde ich nicht auf dich und deine Entscheidung
warten, dann bin ich weg und du kannst sehen, wo du bleibst. Arschloch!“
Ich hörte ihre Absätze auf dem Boden klackern. Sie ging
in die Mädchentoilette.
„Lena…“, sagte David noch geknickt.
„Verpiss dich.“, sagte Lena nur noch und knallte die
Toilettentür zu.
Ich zuckte zusammen und versuchte zu begreifen, was
gesagt wurde.
Freitag, 21. November 2014
Vergessen
Hallihallo Ihr Lieben,
jaa ich schäme mich. Lügen haben schöne Beine :D
Nein, verzeiht mir, aber ich hatte etwas Stress zur zeit wegen dem bevorstehenden Abschluss.
Also keine leeren Versprechungen mehr, ich schreibe, wenn ich es schaffe.
Denn eins ist mir in den letzten Wochen klar geworden:
That´s my hobby, baby! ;)
Ich hab zwar hin- und wieder an meiner Kurzgeschichte weitergeschrieben, aber noch ist es etwas wenig zum veröffentlichen.
Ich wollte stattdessen einen anderen Gedankenfloh in die Welt setzen.
Kennt ihr den Film Für immer Liebe? Er kam letzten Sonntag im Fernsehen.
Nein? - Dann mal ne kurzes Intro für euch:
"Paige und Leo sind frisch verheiratet, noch jung und sehr verliebt. Die beiden befinden sich auf der Heimfahrt in ihrem Auto und albern herum. Leo bleibt auf der verschneiten Straße stehen, um Paige zu küssen. Plötzlich taucht ein Lastwagen hinter den beiden auf. Der LKW-Fahrer versucht noch zu bremsen, jedoch gelingt das auf der eisigen Fahrbahn nicht und das Fahrzeug erfasst sie mit voller Wucht.
Als Paige im Krankenhaus ihr Bewusstsein zurückerlangt, sitzt Leo bereits vor ihr. Er hat den Unfall unversehrt überstanden. Doch als Paige ihre Augen öffnet und den gutaussehenden jungen Mann vor sich sieht, hält sie ihn für ihren Arzt. Ihr Ehemann ist schockiert und gleichzeitig verzweifelt, doch Paige hat all ihre Erinnerungen nach der High-School verloren. Leo versucht ihr zu erklären, er sei ihr Ehemann und dass sie ihn doch liebt, doch Paige kann sich daran nicht erinnern."
Der Film ist so naja, ganz süß, sehr realistsisch dargestellt, nacherzählt von einer wahren Story und ein guter Film für den Sonntag, wenn man mal nix im Fernsehen kommt.
Er ist nicht schlecht, aber eben auch nicht so richtig gut.
Und - ACHTUNG SPOILER - man hofft irgendwie den ganzen Film über, dass sie mit ner Bratpfanne wieder einen vor die Birne bekommt und Zack, sie weiß alles wieder.
Aber das ist das reale Leben, sowas passiert leider nicht in der Wirklichkeit -SPOILER ENDE-
Aber was ich mich den ganzen Film über gefragt habe, während ich auf das im Spoiler benannte gewartet habe, war: Wie scheiße muss das sein, nichts mehr zu wissen?
Ich bin erst 20 Jahre alt, hab aber schon Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen, die ich nie vergessen möchte. Es ist erschreckend, dass das von einer auf die andere Sekunde plötzlich alles weg sein kann. Zack. Lampen aus.
Man lebt und hat komplett vergessen wer man ist. Alles was einen ausmacht, alle Gedanken und schönen Erinnerungen sind weg. Ausgelöscht und du bekommst sie nie wieder.
Wie meine Kamera, die mir im Sommerurlaub mit 500 Bildern von Strand und Festival geklaut wurde, nur eben schlimmer. Meine Kamera ist weg, aber ich weiß alles noch. Es ist im Gedächtnis verankert. Es ist irgendwie da. Nur nicht immer greifbar.
Wenn ich mir alte Erinnerungsstücke anschaue, freue ich mich jedes Mal und denke an die vielen schönen Dinge aus meiner Vergangenheit nach. Das ist auch etwas, was mich wieder aufbaut, wenn ich mal traurig bin. Denn zu sehen, was man schon alles geschafft hat und was man erlebt hat, stärkt mich und mein Selbstbewusstsein immer wieder.
Gedächtnisverlust ist wie blind werden, du verlierst etwas wichtiges, was du zum Leben brauchst.
Unfassbar und unvorstellbar für mich.
Also liebe Leute, denkt an eure Vergangenheit und denkt an eure schönen Zeiten, falls ihr sie nicht mehr auf eurer Festplatte habt, werden sie euch bestimmt fehlen, glaubt mir ;)
Zum Schluss hab ich mal wieder ein neuen Künstler entdeckt, denn vielleicht noch ein paar von euch aus der Popstar Staffel von 2009 kannte, sie hat 2013 bei Bosse als Support gespielt, da gefiel sie mir schon gut. Jetzt hab ich sie mal wieder entdeckt und ihre Musik gefällt mir immer noch gut.
Viel Spaß beim Reinhören.
Eure Saphirblau
jaa ich schäme mich. Lügen haben schöne Beine :D
Nein, verzeiht mir, aber ich hatte etwas Stress zur zeit wegen dem bevorstehenden Abschluss.
Also keine leeren Versprechungen mehr, ich schreibe, wenn ich es schaffe.
Denn eins ist mir in den letzten Wochen klar geworden:
That´s my hobby, baby! ;)
Ich hab zwar hin- und wieder an meiner Kurzgeschichte weitergeschrieben, aber noch ist es etwas wenig zum veröffentlichen.
Ich wollte stattdessen einen anderen Gedankenfloh in die Welt setzen.
Kennt ihr den Film Für immer Liebe? Er kam letzten Sonntag im Fernsehen.
Nein? - Dann mal ne kurzes Intro für euch:
"Paige und Leo sind frisch verheiratet, noch jung und sehr verliebt. Die beiden befinden sich auf der Heimfahrt in ihrem Auto und albern herum. Leo bleibt auf der verschneiten Straße stehen, um Paige zu küssen. Plötzlich taucht ein Lastwagen hinter den beiden auf. Der LKW-Fahrer versucht noch zu bremsen, jedoch gelingt das auf der eisigen Fahrbahn nicht und das Fahrzeug erfasst sie mit voller Wucht.
Als Paige im Krankenhaus ihr Bewusstsein zurückerlangt, sitzt Leo bereits vor ihr. Er hat den Unfall unversehrt überstanden. Doch als Paige ihre Augen öffnet und den gutaussehenden jungen Mann vor sich sieht, hält sie ihn für ihren Arzt. Ihr Ehemann ist schockiert und gleichzeitig verzweifelt, doch Paige hat all ihre Erinnerungen nach der High-School verloren. Leo versucht ihr zu erklären, er sei ihr Ehemann und dass sie ihn doch liebt, doch Paige kann sich daran nicht erinnern."
Der Film ist so naja, ganz süß, sehr realistsisch dargestellt, nacherzählt von einer wahren Story und ein guter Film für den Sonntag, wenn man mal nix im Fernsehen kommt.
Er ist nicht schlecht, aber eben auch nicht so richtig gut.
Und - ACHTUNG SPOILER - man hofft irgendwie den ganzen Film über, dass sie mit ner Bratpfanne wieder einen vor die Birne bekommt und Zack, sie weiß alles wieder.
Aber das ist das reale Leben, sowas passiert leider nicht in der Wirklichkeit -SPOILER ENDE-
Aber was ich mich den ganzen Film über gefragt habe, während ich auf das im Spoiler benannte gewartet habe, war: Wie scheiße muss das sein, nichts mehr zu wissen?
Ich bin erst 20 Jahre alt, hab aber schon Erinnerungen, Wünsche und Hoffnungen, die ich nie vergessen möchte. Es ist erschreckend, dass das von einer auf die andere Sekunde plötzlich alles weg sein kann. Zack. Lampen aus.
Man lebt und hat komplett vergessen wer man ist. Alles was einen ausmacht, alle Gedanken und schönen Erinnerungen sind weg. Ausgelöscht und du bekommst sie nie wieder.
Wie meine Kamera, die mir im Sommerurlaub mit 500 Bildern von Strand und Festival geklaut wurde, nur eben schlimmer. Meine Kamera ist weg, aber ich weiß alles noch. Es ist im Gedächtnis verankert. Es ist irgendwie da. Nur nicht immer greifbar.
Wenn ich mir alte Erinnerungsstücke anschaue, freue ich mich jedes Mal und denke an die vielen schönen Dinge aus meiner Vergangenheit nach. Das ist auch etwas, was mich wieder aufbaut, wenn ich mal traurig bin. Denn zu sehen, was man schon alles geschafft hat und was man erlebt hat, stärkt mich und mein Selbstbewusstsein immer wieder.
Gedächtnisverlust ist wie blind werden, du verlierst etwas wichtiges, was du zum Leben brauchst.
Unfassbar und unvorstellbar für mich.
Also liebe Leute, denkt an eure Vergangenheit und denkt an eure schönen Zeiten, falls ihr sie nicht mehr auf eurer Festplatte habt, werden sie euch bestimmt fehlen, glaubt mir ;)
Zum Schluss hab ich mal wieder ein neuen Künstler entdeckt, denn vielleicht noch ein paar von euch aus der Popstar Staffel von 2009 kannte, sie hat 2013 bei Bosse als Support gespielt, da gefiel sie mir schon gut. Jetzt hab ich sie mal wieder entdeckt und ihre Musik gefällt mir immer noch gut.
Viel Spaß beim Reinhören.
Eure Saphirblau
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Hörst du die Sirenen?
Hallihallo Ihr Lieben,
so ich hoffe euch gefällt der letzte Teil meiner Kurzgeschichte gefallen.Heute möchte ich euch ein bisschen was über die letzten beiden Konzerte aus den letzten beiden Monaten erzählen.
Und zwar war ich ja, wie bereits angekündigt erst mal am 4. Oktober auf dem The Fray Konzert in Köln und das war seeehr cool. Ich hatte mit einer Freundin ein ganzes Wochenende dort verbracht und das Konzert war dann noch der krönende Abschluss.
Meine Bilder sind nicht so toll geworden, wie die der Presse, deshalb davon mal eins, da könnt ihr gut sehen, wie Isaac Slade schon etwas abgeht. Also er kann beides ruhige und gefühlvolle Lieder wie „How to save a life“ and "You found me" am Piano spielen, als auch mit pep Songs rausschmettern, wie "Heartbeat" oder "Love don´t die" ;)
(Bei Gelegenheit hänge ich euch dazu nochmal ein Selfmade Video an ;))
Dann war ich noch bei Madsen zum 10- jährigen Jubiläum, um auch mal mitzufeiern und es war wie immer bei Madsen HAMMER! Ich war am Ende des Abend von oben bis unten durchgeschwitzt, es wurde gedanct und gepoggt bis zum abwinken und ganz zum Schluss man mag es kaum glauben:
Habe ICH den Drumstick gefangen! :)
Das Mädel vor mir hatte das Gitarren Plektrum gefangen und atmete nach dem Konzert ruhig aus und sagte nur: "Ach jetzt kann ich glücklich sterben!"
Und genauso fühlte ich mich auch. Es war ein heißer, witziger und beeindruckender Abend mit der 10 Jahre alten Band aus dem Wendland und ich würde es jedes Mal wieder machen.
Vor allem habe ich jetzt noch ein Bonbon für euch. Madsen spielte ein neues Lied von ihrem noch nicht erschienenden sechsten Album. Titel: Sirenen! Ich hab es für euch mal mitgefilmt, damit ihr euch den neuen Song auch mal anschauen könnt ;) Viel Spaß damit. Ich hoffe, ihr mögt ihn auch wenn es durch den Bass leider ziemlich rauscht.
So erstmal tuts mir leid, dass ich das mitten im Song drehe, dass ist eigentlich ein Todesurteil und ich hasse das selbst, aber als Sebastian so nah vor einem stand, wusste ich nicht mehr, wie ich mein Handy halten sollte :D Und dann singen die Jungs am Anfang "Biduu biduu" wie die kleinen Minions ;) Seehr lustig. Die Jungs sollten "Biduu" singen und die Mädchen Feuerwehrsirenen. Am Ende war es so nervig, wie das Geräusch von dem Auto in "How i met your mother! :D
Ich hoffe ihr mögt den Song, ich finde ihn ziemlich gelungen und freue mich schon riesig auf das 6. Album und damit auf die nächste Tour :)
Eure Saphirblau
Eure Saphirblau
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